Imageprobleme neuer Kaiser Mai 23, 2011
Posted by andrea schuetze in Antike, Medien.Tags: Acta Classica, Andrea Schütze, Caligula, Claudius, Damnatio Memoriae, David Wardle, homo novus, Nero, Trajan, Vespasian
add a comment
München, 23.05.2011, von Andrea Schütze
In der aktuellen Ausgabe der Acta Classica beschäftigt sich David Wardle, Professor für Classics an der Cape-Town University, mit dem frühen Vespasian. Dabei geht es ihm um die durchaus interessante Problematik der Imagepflege, die sich in der Beschreibung des Sueton aufschlüsseln lässt. Vespasian erlangte seine Position ja nicht aus dem Nichts heraus, sondern machte bereits unter der Herrschaft des julisch-claudischen Kaiserhauses Karriere. Der Zeitpunkt seiner Karriere unter Caligula bis Nero war
angesichts deren schlechten Images in der Nachwelt und der Damnatio Memoriae, die über Nero verhängt worden war, aus rückblickender Perspektive nicht gerade günstig, so dass grundsätzlich eine Diskrepanz zwischen dem jungen Vespasian, verstrickt in das julisch-claudische System, und dem späteren auch noch posthum positiv wirkenden Image des Vespasian zu erwarten wäre. Wardle zeigt nun in seinem Beitrag auf, dass Suetion hier das Bild zu harmonisieren scheint, indem er Vespasian von den Negativa des julisch-claudischen Kaiserhauses distanziert, hingegen seine hervorstechenden Eigenschaften hervorhebt. Auf diese Weise werden der junge Vespasian und der alte Prinzeps in ihrem Bild miteinander harmoniert.
In der Beschreibung des Sueton fällt allerdings auch auf, dass der junge Vespasian von sehr viel Phlegma geprägt gewesen sein soll, so dass er gewissermaßen zur politischen Jagd getragen werden musste. Auch dies kann Teil einer späteren Distanzierungspolitik sein. Andererseits war – wie man auch später an Trajan sehr gut erkennen kann – der Anschluss an die vorangehende Dynastie auch zur Rechtfertigung der eigenen Machtposition mehr als erforderlich. Gegenüber alten, schon aus der Republik erwachsene Eliten konnten sich diese „neuen“ Kaiser, diese „principes novi“ (in Anlehnung an die den Römern eher vertrauten homines novi) nur durch starke Einbindung in ein vorgefundenes Herrschaftssystem legitimieren. Ihnen stellte sich – anders als den homines novi der Republik – allerdings das Imageproblem, nämlich dass sich ihre Machtposition nur daraus ergab, indem die vorangehende Herrschaft, die zwar zur Kontinuitäts- und Legitimationsanbindung wichtig war, ihrerseits gescheitert war. Für die Gestaltung des eigenen Herrschaftsimages, gerade in der fragilen Anfangsphase muss dies eine extreme Herausforderung bedeutet haben, genau den Mittelweg zu finden.
Warum wird in der Schule gemobbt? Februar 27, 2010
Posted by andrea schuetze in Allgemein, Aufreger.Tags: Andrea Schütze, Gewalt, Karl Gebauer, Lehrer, Mobbing, Mobbingopfer, Opfer, Schule
add a comment
Von Andrea Schütze, München 27.02.2010
Im Anschluß zu meinem Beitrag „Keine Macht den Mobbern“ möchte ich an dieser Stelle auf einen weiteren interessanten Artikel in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift „a tempo“ hinweisen.
Andreas Neider hat darin ein Interview mit Karl Gebauer geführt, der sich seit längerem mit dieser Thematik befasst.
Darin finden sich sehr viele interessante Ansätze, die auch voll und ganz Unterstützung verdienen. Allerdings kommt – auf der Beurteilungsbasis dieses Interviews – m.E. die Rolle der Schule viel zu kurz. Insbesondere die enorme Steuerungsmöglichkeit von Lehrern bleibt hier unberücksichtigt.
Sicherlich hat Gebauer Recht, dass Lehrer sich nicht allein auf ihr Fach konzentrieren sollen, sondern auch „die Persönlichkeitsentwicklung ihrer Schüler und Schülerinnen [nicht] aus den Augen verlieren“ dürfen.
Kritik sehe ich allerdings in zwei Punkten:
1. Anders als dies in diesem Interview vorgetragen wurde, besteht m.E. Handlungsbedarf nicht erst im eingetretenen Fall von Mobbing, sondern muss bereits präventiv erfolgen. Wenn Mobbing sichtbar wird, haben sich die Strukturen oft schon so eingefahren und verhärtet, dass hier eine Gegensteuern kaum mehr möglich erscheint, wie sich auch aus dem Interview herauslesen lässt. Auftrag der Schule ist es nicht allein Wissen zu vermitteln, sondern auch zur Menschenbildung beizutragen. Diese Einforderung erscheint mir durchaus gerecht, immerhin verbringen Kinder in der wichtigsten Prägephase ihres Lebens die meiste Zeit nicht zuhause, sondern in dieser Institution, die ihren Besuch zusätzlich mit staatlicher Gewalt durchzusetzen vermag.
Richtig kann es daher nur sein, dass entsprechend geschulte Lehrer gerade hier und gerade in noch jungen Klassenverbänden, wie beispielsweise bei Schulübertritten in Grund- und Weiterführende Schulen, in denen sich Sozialhierarchien gerade erste bilden, mit entsprechender Sensibilisierung der Schüler ansetzen. Denn ein wesentliches Problem des Mobbings besteht gerade darin, dass hier ein Stigmatisierungsbewußtsein für dieses Fehlverhalten fehlt und/oder die entsprechende Zivilcourage im Schülerumfeld, sich mit dem Opfer gegen den oder die Mobber offen zu solidarisieren, ausbleibt. Allein dies könnte Mobbing effektiv verhindern, nicht allerdings Maßnahmen, die erst zaghaft angewendet werden, wenn das Kind schon in den sprichwörtlichen Brunnen hineingefallen ist.
2. Ein weiterer Kritikpunkt an dieser Sicht besteht m.E. darin, dass die Rolle der Lehrer entweder auf den zu wenig umsichtigen Lehrkörper reduziert wird oder dem höchstens ein Fehlverhalten in Form des „Beschämens“ eines Schülers zur Last gelegt werden darf. Die Rolle des Lehrers als Täter bleibt ein erkennbares Tabu in unserer Gesellschaft. Wohlgemerkt es gibt viele gute und engagierte Lehrer, die sich mit ihren Klassen abmühen und die oft selbst gnadenlos gemobbt werden, was ich aus eigener Beobachtung meiner Schulzeit bestätigen kann. Andererseits gibt es auch Lehrergestalten, die an schulischen Mobbing-Situation stark beteiligt sind, sei es, dass sie sich den mobbenden Schülern anschließen und mit diesen gemeinsam auf das gemobbte Opfer losgehen, so in einem der geschilderten Fälle aus meinem vorherigen Artikel zu dieser Thematik. Sei es aber auch, dass sie einen Schüler erst in eine Mobbing-Situation bringen, weil die Lehrer den Schüler mobben und ihn dadurch der Klasse als Zielobjekt weiteren Mobbings vorführen.
Karl Gebauer hatte einen seiner Tagungsbeiträge mit „Du stinkst und bist dumm“ (s.u.) betitelt, führt hier allerdings die Schüler als Täter an. Aus meiner eigenen Schulzeit kenne ich gerade diese Kombination aus Lehrer-Mund. Ich war damals noch in der Grundschule und hatte als Nachbarn auf der Nebenbank einen Jungen, der aus einer jugoslawischen Migranten-Familie kam. Die Leute waren erkennbar sehr arm, aber ordentlich, freundlich und sauber. Wir sind auf dem Nachhauseweg von der Schule oft zusammen gegangen, weil er in meiner Nähe wohnte. Es dauerte nicht lange und das Mobbing begann. Der Junge trug Gummistiefel und einen Parker und hatte auch sonst nicht viel Kleidung zum Wechseln, aber es war immer alles ordentlich und sauber. Ich hätte es wissen müssen, wenn er gestunken hätte, denn ich saß ja neben ihm. Aber das half nichts, denn plötzlich hieß es aus dem Mund der Lehrerin „Du stinkst“. Angeblich hätte er so gestunken, dass sie es am anderen Ende des Klassenzimmers gerochen hätte, was der Unwahrheit entsprach, denn ich hatte nie etwas an ihm gerochen. Dann ging es los, er mußte seine Schuhe ausziehen und an der Klasse vorbei aus dem Zimmer tragen. Weiter begann dann auch kurz darauf die Kleidung zu stinken. Einmal wollte sie sogar, dass er seine Hose ausziehen solle, weil diese auch stinken würde. Dass so ein stinkender Mensch natürlich auch schlechte Noten hatte, verstand sich ja von selbst, wie hätten es auch andere sein können.
Es gibt noch viele andere Fälle aus meiner Schulzeit, die in dieses Raster passen würden. Sie bedürfen keiner Erwähnung, denn sicherlich kennt eine ausreichende Zahl ehemaliger Schüler vergleichbare Fälle. Dass Lehrer auch Sadisten und wahre Bestien sein können, die Schüler bis aufs Blut mobben und schikanieren, ist keine Behauptung, die aus meinem Munde käme, sondern diese lässt sich durch alle Zeiten hindurch verfolgen und durchaus auch aus dem Munde von Personen, die später als Geistesgrößen des Abendlandes galten, aber an ihre Lehrer nur düstere Erinnerungen hatten.
Um es noch einmal klarzustellen: Es gibt sowohl auf Lehrer- und Schüler-Seite viele „Gute“, aber es gibt auch die „Bösen“ und deren Auswirkung ist oft sehr verheerend, v.a. wenn sie – wie im Falle eines Lehrers – noch zusätzlich die Macht besitzen, nicht nur jetzt zu schikanieren, sondern auch ein Leben für die Zukunft zu zerstören. Wenn in Schulen Amok-Läufe stattfinden, so sind das absolute Katastrophen. Was mir allerdings – mit Ausnahme von Otto Schily – in der öffentlichen Diskussion immer auffällt, ist dass allein am Täter des Amoklaufes die Lösung gesucht wird, deren Psychopathie und Eigenbrötelei wird in der Öffentlichkeit diskutiert. Dass es psychopathische Amoktaten gibt, die keinen Anlass im Opferkreis besitzen, ist durch zahlreiche Fälle belegt. Es verhält sich allerdings auffällig, dass bereits am Tattag, noch ohne genauere Analysen, in der Öffentlichkeit allein diese Lösungskonzepte verbreitet werden, gewissermaßen ein Strickmuster für alle Fälle. Das kann und darf nicht sein.Viel zu kurz kommt, dass diese Taten möglicherweise lange Vorgeschichten haben könnten, in denen die Täter evtl. Opfer der Opfer gewesen sein könnten. Diese Erkenntnismöglichkeit wird im Falle der sofortigen Märtyrisierung der Gewaltopfer vertan.
Man könnte sich sicherlich hinter einer derartigen Einäugigkeit verschanzen, doch man vergibt dadurch wertvolle Chancen zur Abwehr dieser Taten, die nur im Vorfeld entschärft werden können. Der zunehmende Gewaltkonsum, der zusehends erkennbare Verlust vor der Würde des anderen und der durch Computerspiele und Cyber-Welten geförderte Realitätsverlust setzt die sozialen Hemmschwellen für derartige Taten deutlich herab und sollte auch jenen zu denken geben, die sich durch Passivität bzw. Aktivität mit Mobbern bewußt oder unbewußt solidarisieren.
Zusammenfassend möchte ich daher sagen:
Es erscheint mir wichtig, dass Mobbing bereits vor seiner Entstehung durch entsprechende Bildungs- und Erziehungsmaßnahmen, die zu einer psycho-sozialen Sensibilisierung führen, präventiv verhindert wird. Weiter müssen auch Leitfiguren – wie sie Lehrer vorstellen – nicht nur stärker in die Pflicht genommen werden, sondern auch vom Sockel der Unantastbarkeit herabgeholt und ihrerseits zur Disposition gestellt werden.
Keine Macht den Mobbern gilt für Schüler UND Lehrer!
Andrea Schütze, lupa-romana.de
Weitere Links zu diesem Beitrag:
Vor dem Gang zum Züchter… Februar 26, 2010
Posted by andrea schuetze in Allgemein, Aufreger.Tags: Andrea Schütze, Hunde, Katzen, Tiere, Tierelend, Tierheim, Tierleid, Tierliebe, Tierquälerei
add a comment
Von Andrea Schütze, München 26.02.2010
Viele Menschen wünschen sich ein Tier oder haben eines und in zahlreichen Shops gibt es das Beste für den geliebten Vierbeiner zu kaufen. Auch diverse Tiersendungen boomen derzeit und das ist grundsätzlich nicht abzuwerten, weil viel guter Wille dahintersteht, doch es gibt ein paar Dinge…
Vielfach kann man vom „Anfänger-Hund“, der „Anfänger-Katze“ usw. hören und lesen. In mir steigt dann regelmäßig eine gewisse Verstimmung auf, denn man möchte sich fragen, ob es bei einem Lebewesen überhaupt angebracht ist von „Anfänger-XY“ zu sprechen. Mir persönlich erscheinen diese Äußerungen mehr als unüberlegt, weil gut gemeint und doch tierverachtend. Wie unmöglich eine derartige Äußerung ist, wird schnell offenbar, wenn man sich dies auf den Menschen übertragen anhört. Niemand würde hier von „Anfänger-Kind“ oder „Anfänger-Partner“ sprechen.
Es wäre wünschenswert, wenn derartig dumme Äußerungen aus dem Sprachschatz dieser Tiersendungen verschwinden würden.
Es gibt keine Tiere für Anfänger oder Fortgeschrittene, als wäre man in einem Kurssystem, wo man dann vom Anfänger zum Fortgeschrittenen aufsteigen kann!!!
Dafür lebt ein Tier bei guter Haltung viel zu lange. Diese Wortwahl ist mehr als bedenklich.
Weiter ist dann immer wieder davon zu hören, was Hund X und Katze Y doch für hervorragende Rasse-Merkmale aufzuweisen haben. Wer als Tierfreund mit Sinn für tiergerechte Haltung schon einmal auf einer oder mehreren Züchterveranstaltungen und Tier-Schauen war, dem sollten berechtigte Zweifel daran kommen, ob das, was als Rasse-Zucht gelobt wird und dort veranstaltet wird, auch immer zum Wohl der Tiere geht. Die Tiere erleben dort extremen Stress und Trennungen und Verpaarungen ungeachtet der tierischen Gefühle, lassen am Umgang mit der „Ware Tier“ deutlich zweifeln.
Besonders verhängnisvoll erscheint mir dieses Gebaren mit Blick auf eine Konsumgesellschaft, die ihre Wahrheiten und Ansichten heutzutage in nicht unbeträchtlichem Maße nicht aus eigener Anschauung und Meinungsbildung, sondern zunehmend aus medialer Implantation bezieht.
Da verliert ein rassefreier Mix schnell an Chancen überhaupt geliebt werden zu können, weil es doch ein Rassehund oder eine Rassekatze sein sollte, und ein Tier mit einer Macke – in nicht zu wenigen Fällen gerade vom Menschen zugefügt – wird als untragbar kompliziert abgeschoben. Doch gerade diese Tiere erweisen sich bei richtiger Zuwendung als die wahren und wertvollen Schätzchen!
Wer wirklich ein Herz für Tiere hat, dem sollte es egal sein, ob Rasse oder nicht, ob mit Marotten oder nicht.
Die Tausende von Euros, die mitunter dafür fällig werden können, erscheinen besser investiert, wenn man denen eine Chance gibt, die normalerweise keine haben.
Wenn Sie ein Tier möchten, dann holen Sie sich eines aus einem Tierheim oder einer der katastrophalen Auffang- und Tötungsstationen. Dann tun Sie wirklich etwas Gutes.
Wer davon immer noch nicht überzeugt ist, der kann sich als Einstimmung dieses Video als Stellvertreter für viele weitere Fälle ja einmal ansehen.
Quelle: Youtube AmiciCani
Es geht weiter… Februar 19, 2010
Posted by andrea schuetze in Allgemein.add a comment
Hallo und herzlich willkommen!
Nach einem tiefen Winterschlaf geht es jetzt in Kürze wieder weiter mit Lupa-Romana.
Auf bald
Ihre
Andrea Schütze
Poseidons Pferde Oktober 8, 2009
Posted by andrea schuetze in Allgemein.add a comment
Von Andrea Schütze, München 08.10.2009
(Vorbemerkung: Auf lupa-romana.de/Blog finden sie diesen Artikel gleichfalls mit zoombaren Bildern…)
Heute möchte ich eine Künstlerin vorstellen, die ich selbst zufällig im Internet gefunden habe und die es wirklich verdient weiter vorgestellt zu werden.
Heather Jansch stellt aus Treibholz Pferdeskulpturen her, aber was für welche…
Pferdebilder und -skulpturen hat es schon immer gegeben.
Schon in der Steinzeit haben die Jäger dieses schöne Tier an den Höhlenwänden beispielsweise von Lascaux und Altamira festgehalten. Es gibt unzählige Pferdeabbildungen in den meisten Kulturen auf dieser Welt. Wo immer das Pferd erschien, hat es die Menschen mit seiner Grazie und seinem Temperament in Bann gezogen.
Besonders lobenswert erscheint mir an Heather Janschs Arbeit nicht nur ihre ungewöhnliche Idee in der Materialverwendung, sondern auch ihre Ausarbeitung.
Die Pferdedarstellung ist besonders schwierig, weil das Pferd – auch aufgrund seiner Vielgliedrigkeit und Größe – mit seinen Gesten an den unterschiedlichsten Körperstellen gleichzeitig kommuniziert. Hinzu kommt durch die Haarpracht auch das Spiel des Windes, das es zu beachten gilt.
Das Pferd ist ein fließendes Geschöpf und nicht ohne Grund
hat man es daher in den Sagen stets mit den flüchtigen Elementen in Verbindung gebracht, wie etwa als Licht in den feurigen Rossen des Helios, die den flammenden Sonnenwagen ziehen oder mit dem Element Wasser als Pferde des Poseidon, die aus den Wellen hervorsteigen.Die Germanen, wie auch die Asiaten und Indianer brachten das Pferd mit dem für mich schönsten Element in Verbindung, dem Wind.
Der germanische Göttervater Odin ritt das von dem Gott der
List, Loki, gezeugte Pferd Sleipnir, das mit seinen acht Beinen schneller als der Wind dahinstürmen konnte. Wenn Sturmwolken über den Himmel jagten, dann wußten die Menschen: Jetzt ist Odin mit seinen Töchtern, den Walküren, unterwegs, die auf den Wolkenpferden reiten.
Dieses flüchtige Element des Windes hat Heather Jansch in ihrer Arbeit dadurch hervorragend eingefangen, dass ihre Pferde trotz des harten, starrigen Materials der Baumwurzeln, aus denen sie konstruiert sind, luftdurchlässig bleiben. Der Wind kann durch diese Pferde hindurch, strömt in sie hinein und aus ihnen heraus. In ihrer Komposition erweist sie sich als eine hervorragende Beobachterin des oben bereits geschilderten schwierigen Gesten-Spiels der Pferde. Weiter interessant und auch etwas mystisch-unheimlich erscheint mir, dass die Künstlerin mit den Baumwurzeln auch die Anatomie hervortreten lässt, als wären es Gerippe, die sich langsam in Pferde materialisieren.
Gerade dieser letzte Umstand hat mich an eine mystische Stelle aus dem Schimmelreiter von Theodor Storm erinnert, die sich hier im Anschluß findet.
Beim Betrachten und Lesen wünsche ich Ihnen viel Vergnügen und lassen Sie sich von dem Zauber dieser Arbeit einfangen.
Viele Grüße
Ihre
Andrea Schütze, lupa-romana.de
Aus dem Schimmelreiter von Theodor Storm:
Von der Hofstelle des Deichgrafen, etwa fünf- bis sechshundert Schritte weiter nordwärts, sah man derzeit, wenn man auf dem Deiche stand, ein paar tausend Schritt ins Wattenmeer hinaus und etwas weiter von dem gegenüberliegenden Marschufer entfernt eine kleine Hallig, die sie „Jeverssand“, auch „Jevershallig“ nannten. Von den derzeitigen Großvätern war sie noch zur Schafweide benutzt worden, denn Gras war damals noch darauf gewachsen; aber auch das hatte aufgehört, weil die niedrige Hallig ein paarmal, und just im Hochsommer, unter Seewasser gekommen und der Graswuchs dadurch verkümmert und auch zur Schafweide unnutzbar geworden war. So kam es denn, daß außer von Möwen und den andern Vögeln, die am Strande fliegen, und etwa einmal von einem Fischadler, dort kein Besuch mehr stattfand; und an mondhellen Abenden sah man vom Deiche aus nur die Nebeldünste leichter oder schwerer darüber hinziehen. Ein paar weißgebleichte Knochengerüste ertrunkener Schafe und das Gerippe eines Pferdes, von dem freilich niemand begriff, wie es dort hingekommen sei, wollte man, wenn der Mond von Osten auf die Hallig schien, dort auch erkennen können.
Es war zu Ende März, als an dieser Stelle nach Feierabend der Tagelöhner aus dem Tede Haienschen Hause und Iven Johns, der Knecht des jungen Deichgrafen, nebeneinanderstanden und unbeweglich nach der im trüben Mondduft kaum erkennbaren Hallig hinüberstarrten; etwas Auffälliges schien sie dort so festzuhalten. Der Tagelöhner steckte die Hände in die Tasche und schüttelte sich. „Komm, Iven“, sagte er, „das ist nichts Gutes; laß uns nach Haus gehen!“
Der andere lachte, wenn auch ein Grauen bei ihm hindurchklang: „Ei was, es ist eine lebige Kreatur, eine große! Wer, zum Teufel, hat sie nach dem Schlickstück hinaufgejagt! Sieh nur, nun reckt’s den Hals zu uns hinüber! Nein, es senkt den Kopf, es frißt! Ich dächt, es wär dort nichts zu fressen! Was es nur sein mag?“ – „Was geht das uns an!“ entgegnete der andere. „Gute Nacht, Iven, wenn du nicht mitwillst; ich gehe nach Haus!“ – „Ja, ja; du hast ein Weib, du kommst ins warme Bett! Bei mir ist auch in meiner Kammer lauter Märzenluft!“ – „Gut Nacht denn!“rief der Tagelöhner zurück, während er auf dem Deich nach Hause trabte. Der Knecht sah sich ein paarmal nach dem Fortlaufenden um; aber die Begier, Unheimliches zu schauen, hielt ihn noch fest. Da kam eine untersetzte, dunkle Gestalt auf dem Deich vom Dorf her gegen ihn heran; es war der Dienstjunge des Deichgrafen. „Was willst du, Carsten?“ rief ihm der Knecht entgegen. – „Ich? – nichts“, sagte der Junge; „aber unser Wirt will dich sprechen, Iven Johns!“ – Der Knecht hatte die Augen schon wieder nach der Hallig. „Gleich; ich komme gleich!“ sagte er. – „Wonach guckst du denn so?“ frug der Junge.
Der Knecht hob den Arm und wies stumm nach der Hallig. „Oha!“ flüsterte der Junge; „da geht ein Pferd – ein Schimmel – das muß der Teufel reiten – wie kommt ein Pferd nach Jevershallig?“ – „Weiß nicht, Carsten, wenn’s nur ein richtiges Pferd ist!“ - „Ja, ja, Iven; sieh nur, es frißt ganz wie ein Pferd! Aber wer hat’s dahin gebracht; wir haben im Dorf so große Böte gar nicht! Vielleicht auch ist es nur ein Schaf; Peter Ohm sagt, im Mondschein wird aus zehn Torfringeln ein ganzes Dorf. Nein, sieh! Nun springt es – es muß doch ein Pferd sein!“
Beide standen eine Weile schweigend, die Augen nur nach dem gerichtet, was sie drüben undeutlich vor sich gehen sahen. Der Mond stand hoch am Himmel und beschien das weite Wattenmeer, das eben in der steigenden Flut seine Wasser über die glitzernden Schlickflächen zu spülen begann. Nur das leise Geräusch des Wassers, keine Tierstimme war in der ungeheueren Weite hier zu hören; auch in der Marsch, hinter dem Deiche, war es leer; Kühe und Rinder waren alle noch in den Ställen. Nichts regte sich; nur was sie für ein Pferd, einen Schimmel, hielten, schien dort auf Jevershallig noch beweglich. „Es wird heller“, unterbrach der Knecht die Stille, „ich sehe deutlich die weißen Schafgerippe schimmern!“
„Ich auch“, sagte der Junge und reckte den Hals, dann aber, als komme es ihm plötzlich, zupfte er den Knecht am Ärmel. „Iven“, raunte er, „das Pferdsgerippe, das sonst dabeilag, wo ist es? Ich kann’s nicht sehen!“ - „Ich seh es auch nicht! Seltsam!“ sagte der Knecht. – „Nicht so seltsam, Iven! Mitunter, ich weiß nicht, in welchen Nächten, sollen die Knochen sich erheben und tun, als ob sie lebig wären!“ - „So?“ machte der Knecht; „das ist ja Altweiberglaube!“ – „Kann sein, Iven“, meinte der Junge. - „Aber, ich mein, du sollst mich holen; komm, wir müssen nach Haus! Es bleibt hier immer doch dasselbe.“
Der Junge war nicht fortzubringen, bis der Knecht ihn mit Gewalt herumgedreht und auf den Weg gebracht hatte. „Hör, Carsten“, sagte dieser, als die gespensterhafte Hallig ihnen schon ein gut Stück im Rücken lag, „du giltst ja für einen Allerweltsbengel; ich glaub, du möchtest das am liebsten selber untersuchen!“ - „Ja“, entgegnete Carsten, nachträglich noch ein wenig schaudernd, „ja, das möcht ich, Iven!“ - „Ist das dein Ernst? – dann“, sagte der Knecht, nachdem der Junge ihm nachdrücklich darauf die Hand geboten hatte, „lösen wir morgen abend unser Boot; du fährst nach Jeverssand; ich bleib so lange auf dem Deiche stehen.“ - „Ja“, erwiderte der Junge, „das geht! Ich nehme meine Peitsche mit!“ – „Tu das!“
…
Der Mond stand, wie gestern, am Osthimmel und schien klar aus seiner Höhe. Bald waren beide wieder draußen auf dem Deich und sahen hinüber nach Jevershallig, die wie ein Nebelfleck im Wasser stand. „Da geht es wieder“, sagte der Knecht; „nach Mittag war ich hier, da war’s nicht da; aber ich sah deutlich das weiße Pferdsgerippe liegen!“
Der Junge reckte den Hals. „Das ist jetzt nicht da, Iven“, flüsterte er. -„Nun, Carsten, wie ist’s?“ sagte der Knecht. „Juckt’s dich noch, hinüberzufahren?“
Carsten besann sich einen Augenblick; dann klatschte er mit seiner Peitsche in die Luft. „Mach nur das Boot los, Iven!“
Drüben aber war es, als hebe, was dorten ging, den Hals und recke gegen das Festland hin den Kopf Sie sahen es nicht mehr; sie gingen schon den Deich hinab und bis zur Stelle, wo das Boot gelegen war. „Nun, steig nur ein!“ sagte der Knecht, nachdem er es losgebunden hatte. „Ich bleib, bis du zurück bist! Zu Osten mußt du anlegen; da hat man immer landen können!“ Und der Junge nickte schweigend und fuhr mit seiner Peitsche in die Mondnacht hinaus; der Knecht wanderte unterm Deich zurück und bestieg ihn wieder an der Stelle, wo sie vorhin gestanden hatten. Bald sah er, wie drüben bei einer schroffen, dunkeln Stelle, an die ein breiter Priel hinanführte, das Boot sich beilegte und eine untersetzte Gestalt daraus ans Land sprang. – War’s nicht, als klatschte der Junge mit seiner Peitsche? Aber es konnte auch das Geräusch der steigenden Flut sein. Mehrere hundert Schritte nordwärts sah er, was sie für einen Schimmel angesehen hatten; und jetzt! – ja, die Gestalt des Jungen kam gerade darauf zugegangen. Nun hob es den Kopf, als ob es stutze; und der Junge – es war deutlich jetzt zu hören – klatschte mit der Peitsche. Aber – was fiel ihm ein? Er kehrte um, er ging den Weg zurück, den er gekommen war. Das drüben schien unablässig fortzuweiden, kein Wiehern war von dort zu hören gewesen; wie weiße Wasserstreifen schien es mitunter über die Erscheinung hinzuziehen. Der Knecht sah wie gebannt hinüber.
Da hörte er das Anlegen des Bootes am diesseitigen Ufer, und bald sah er aus der Dämmerung den Jungen gegen sich am Deich heraufsteigen. „Nun, Carsten“, frug er, „was war es?“
Der Junge schüttelte den Kopf „Nichts war es!“ sagte er. „Noch kurz vom Boot aus hatt ich es gesehen; dann aber, als ich auf der Hallig war – weiß der Henker, wo sich das Tier verkrochen hatte, der Mond schien doch hell genug; aber als ich an die Stelle kam, war nichts da als die bleichen Knochen von einem halben Dutzend Schafen, und etwas weiter lag auch das Pferdsgerippe mit seinem weißen, langen Schädel und ließ den Mond in seine leeren Augenhöhlen scheinen!“ - „Hm!“ meinte der Knecht; „hast auch recht zugesehen?“ - „Ja, Iven, ich stand dabei; ein gottvergessener Kiewiet, der hinter dem Gerippe sich zur Nachtruh hingeduckt hatte, flog schreiend auf, daß ich erschrak und ein paarmal mit der Peitsche hintennach klatschte.“ - „Und das war alles?“ - „Ja, Iven; ich weiß nicht mehr.“ - „Es ist auch genug“, sagte der Knecht, zog den Jungen am Arm zu sich heran und wies hinüber nach der Hallig. „Dort, siehst du etwas, Carsten?“ - „Wahrhaftig, da geht’s ja wieder!“ - „Wieder?“ sagte der Knecht; „ich hab die ganze Zeit hinübergeschaut, aber es ist gar nicht fortgewesen; du gingst ja gerade auf das Unwesen los!“
Der Junge starrte ihn an; ein Entsetzen lag plötzlich auf seinem sonst so kecken Angesicht, das auch dem Knechte nicht entging. „Komm!“ sagte dieser, „wir wollen nach Haus: von hier aus geht’s wie lebig, und drüben liegen nur die Knochen – das ist mehr, als du und ich begreifen können. Schweig aber still davon, man darf dergleichen nicht verreden!“
Sprachlos September 13, 2009
Posted by andrea schuetze in Allgemein.Tags: Andrea Schütze, Gewalt, Krieg, Kriegsverbrechen, Kriegsverbrechertribunal, lupa-romana.de
add a comment
Andrea Schütze, München 13.09.2009
Ich möchte hier einen Filmtrailer zu einer Problematik einbinden, die mich momentan in einem meiner Projekte aktuell beschäftigt – die Anteilnahme an Krieg. Im Fall der Kriege in Ex-Jugoslawien hat der Westen, die europäische Völkergemeinschaft, vor deren Toren sich ein fürchterlicher Krieg abspielte lange hingesehen, ohne einzuschreiten.
Das Trauma der Opfer besteht vielfach auch darin, dass nicht fremde, ihnen unbekannte Feinde ihnen ihr Leid zufügten, sondern nicht selten gerade Leute, die sie kannten, mit denen sie jahrelang zusammengelebt hatten.
Das Schlimmste, das einem Opfer widerfahren kann, ist dass der Täter, der die Angehörigen getötet hat, der diesen bzw. dem Opfer selbst schlimmste Grausamkeiten zugefügt hatte, der dafür verantwortlich war, dass Frauen und sogar kleine Mädchen zigfach vergewaltigt wurden, dass dieser Täter ungestraft weiterleben darf. Aber noch schlimmer als das ist es, wenn sich ein Opfer auf den Weg gemacht hat, sich entschlossen hat die Schranken des Traumas zu überwinden, mit denen die Psyche vor den Verletzungen aus der Vergangenheit so gut als möglich zu schützen sucht, wenn sich ein solches Opfer auf den Weg gemacht hat, um diese Tat noch einmal zu durchleben, der Vergangenheit mit allen ihren Schrecknissen noch einmal ins Gesicht blickt, allein um den Täter seiner gerechten Strafe zuführen zu können und dann erleben muss, dass alle überwundene Scham, alle Gefahr (denen sich diese Zeugen bis heute aussetzen) und aller Schmerz umsonst waren.
Diese Schicksal, das jetzt im Film Sturm aufgegriffen wird, haben viele Opfer, insbesondere Frauen, erlebt, die die bewundernswerte Kraft und den Mut hatten, sich hier auf den Weg zu machen, um Gerechtigkeit zu erfahren …. und die Justiz hat sie so sehr im Stich gelassen.
Was sich vor dem Haager Kriegsverbrechertribunal in dieser Richtung ereignet und ereignet hat, ist eine Schande für jeden Juristen und eine schwere Bürde in der Rechtsgeschichte. Das wird noch viel Stoff für Aufarbeitungen geben.
Wenn Sie Zeit haben, sehen sie sich diesen neuen Film „Sturm“ an. Ich werde es auch tun.
Hier vorab der Trailer und die Kritik zum Film in der Zeit Online.
Ihre
Andrea Schütze, lupa-romana.de
Hierzu passend weitere Filmclips zu einem Kriegsereignis, das im Zeitpunkt der Kriege in Ex-Jugoslawien in Afrika, in Ruanda, tobte und als die Welt wieder einmal wegsah. In diesem Krieg, der knapp 6 Monate dauerte wurden 1 Million Menschen, 1/8 der Bevölkerung Ruandas auf grausamste Weise abgeschlachtet. Von den geschätzten 657.000 Tutsi, die in diesem Krieg verfolgt worden waren, überlebten nur 150.000 Menschen, d.h. 77% der Tutsi-Bevölkerung wurde durch diesen Genozid ausgelöscht. In der Sprache der Diplomaten vermied man zu dieser Zeit peinlichst die Verwendung des Begriffes „Völkermord“.
Hier nun die Trailer zu den Filmen Hotel Rwanda (2004), Sometimes in April (2005), Shakehands with the Devil (2007).
Hotel Rwanda (Trailer)
Quelle: youtube cristiqs
Sometimes in April (Trailer)
Quelle: youtube SebasBiscuitCutter
Shakehands with the Devil
Quelle: youtube madcow085
Zeitenblicke 2009.37 September 9, 2009
Posted by andrea schuetze in Allgemein, Zeitenblicke.add a comment
Hallo, hier nun die zweite Ausgabe von Zeitenblicke. Hoffentlich finden sich ein paar interessante Meldungen aus den Rubriken Antike, Mittelalter, Vor- und Frühgeschichte.
Viele Grüße
Ihre Andrea Schütze
Vor- und Frühgeschichte |
|
| Damals |
Quelle: Damals 08.09.2009 14:19 Ein Häuptling für Geizendorf? Bereits elf Gräber wurden im Jahr 2009 von der Niederösterreichischen Landesarchäologie bei Geizendorf ausgegraben. Insgesamt legte man in zwei Jahren nun 16 Grabfelder frei, die zu einer Gräbergruppe aus der …
Weiter… |
| Archäologie Online |
Quelle: Archäologie Online 08.09.2009 20:28 Steinzeit-Räder im Bad Schussenrieder Moor entdeckt Die hölzernen Räder aus dem Jahr 2897 v.Chr. gehören zu den weltweit ältesten noch erhaltenen Nachweisen für die Nutzung des Rades. Heute wurden die Funde der Öffentlichkeit präsentiert.
Weiter… |
| Archäologie Online |
Quelle: Archäologie Online 04.09.2009 20:41 Mitteleuropa wurde vor 7500 Jahren neu besiedelt Eiszeitliche Jäger und Sammler sind nicht die Vorfahren der ersten sesshaften Ackerbauern. Die ersten Bauern Europas waren Einwanderer – vermutlich aus dem Karpatenbecken.
Weiter… |
| Kieler Nachrichten |
Quelle: Kieler Nachrichten 03.09.2009 07:30 Archäologen bauen antikes Bronze-Beil nach Kiel (dpa/lno) – Archäologen und Restauratoren wollen an diesem Samstag in Kiel ein antikes Bronze-Beil nachbauen. Das Original war vor etwa 4000 Jahren von Irland in die Gegend von Ahneby (Kreis …
Weiter… |
|
Antike
|
|
| The Guardian |
Quelle: Guardian 09.09.2009 07:19 Digging up Britain
We visit sites from Orkney to the wilds of Dartmoor, turning up Roman treasures, bronze-age homes and a figurine that hasn’t been seen for 5,000 years |
| DAI | Quelle: DAI 09.09.2009 00:00 Brücken bauen zwischen Religionen und Kulturen Gründung des Vereins zur Förderung des Deutschen Evangelischen Instituts für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes/ Forschungsstelle des Deutschen Archäologischen Instituts e.V.
Weiter… |
| DAI |
Quelle: DAI 09.09.2009 00:00
Feierliche Eröffnung des restaurierten Abschnitts der Roten Halle in Pergamon Zeremonie zur Fertigstellung eines weiteren Restaurierungsabschnitts der Roten Halle in Pergamon am 27.9.2009
Weiter… |
| NWZ Online |
Quelle: NWZ Online 08.09.2009 19:55 Archäologen finden Hinweise auf Varusschlacht Bei Ausgrabungen am mutmaßlichen Ort der Varusschlacht nördlich von Osnabrück haben Archäologen weitere Hinweise auf die Kämpfe zwischen Römern und Germanen entdeckt. Wie die archäologische Leiterin …
Weiter… |
| Archäologie Online |
Quelle: Archäologie Online 04.09.2009 20:18 Geoarchäologische Untersuchungen an der alten Seidenstraße Heidelberger Geographen initiieren Summer School: Historische Städte Jiaohe und Gaochang
Weiter… |
| Archäologie Online |
Quelle: Archäologie Online 04.09.2009 21:36 Feierliche Eröffnung des restaurierten Abschnitts der Roten Halle in Pergamon Der südliche Rundturm des römischen Heiligtums von Pergamon (2. Jh. n. Chr.), eines der am Besten erhaltenen Beispiele römischer Kuppelbauwerke, konnte mit deutscher Hilfe vor dem Zerfall bewahrt werden. Nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten wird dieser Bereich in Kürze erstmals für Besucher zugänglich sein.
Weiter… |
| Focus Online |
Quelle: Focus Online 03.09.2009 18:04
2000 Jahre Varusschlacht (13) Vernichtungskrieg in Germanien
Die Varusschlacht ist längst beendet, als 80 000 römische Soldaten angreifen. Es folgen die größten Schlachten dieser Zeit und die erste überlieferte Liebesgeschichte im heutigen Deutschland. |
|
Mittelalter
|
|
| Archäologie Online |
Quelle: Archäologie Online 08.09.2009 09:05 Krefeld: Archäologen entdecken spätmittelalterliche Wasserburgmauer In Krefeld-Bockum soll die Musikschule ausgebaut werden. Bei den Ausgrabungen im Vorfeld der Baumaßnahmen kam die Mauer der ehemaligen Wasserburg Sollbrüggen ans Tageslicht.
Weiter… |
Ausstellungen |
|
| Damals | Quelle: Damals
Ausstellung zu Alexander dem Großen ab 03.10.2009 in Mannheim Quelle Damals: „Kaum eine andere historische Gestalt hat die Gemüter so bewegt wie Alexander der Große. Ab dem 3. Oktober 2009 steht er im Mittelpunkt der Mannheimer Sonderausstellung „Alexander der Große und die Öffnung der Welt. Asiens Kulturen im Wandel“. Die Reiss-Engelhorn-Museen und die Eurasien-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts setzen bei ihrer Präsentation neue Schwerpunkte. Während sich bisherige Schauen zu Alexander dem Großen meist auf sein Wirken im europäischen Raum und in Ägypten beschränkt haben, öffnet die Mannheimer Ausstellung den Blick nach Zentralasien….“ Damals (auf der Seite auch ein Einblick in das neue Damals-Heft über die Vandalen!) |
Zeitenblicke I (Versuchsstadium) September 8, 2009
Posted by andrea schuetze in Zeitenblicke.add a comment
Die Links bzw. Feeds stamme nicht von mir und ich schmücke mich hier icht mit fremden Federn. Sie verweisen direkt auf die Nachrichtenseite. Mein Beitrag besteht nur darin die im Interent verstreuten Infos hier etwas zu bündeln. Mehr nicht.
Es wird noch etwas benötigen, bis die Sache funktioniert, aber wenn ich davon überzeugt sein werde, dann soll sich das in einem wöchentlichen Turnus (jeden Sonntag Abend) wiederholen. Nur an diesem Wochenende könnte es wegen einer Terminangelegenheit zu einer Verspätung kommen.
Es finden sich die Rubriken Antike, Mittelalter, Renaissance/Frühe Neuzeit, Wölfe & Ratten, Vorzeit und Ausstellungen
| Vor- und Frühgeschichte | |
| Spiegel Online |
Quelle: Spiegel Online 03.09.2009 09:54
Alte Waffen: Europäer benutzen Faustkeile schon seit 900.000 Jahren Forscher haben zwei der ältesten bekannten Faustkeile Europas neu datiert – und eine Überraschung erlebt: Die Werkzeuge sind viel älter als bisher vermutet. Damit könnte ein altes Rätsel über frühe Kontakte zwischen Afrika und Europa gelöst sein.
Weiter… |
| Süddeutsche |
Quelle: Süddeutsche 31.08.2009 22:43
Ausgrabungen: Die Ur-Fränkin schmückte sich mit Tierzähnen
„Sensationeller Fund für die Wissenschaft“: Archäologiestudenten entdecken in Mittelfranken einen 4500 Jahre alten Friedhof von Steinzeitmenschen. |
| Spiegel Online |
Quelle: Spiegel Online 14.08.2009 09:00
Ausgrabungen in Südafrika: Menschen stellten Werkzeug mit Feuer vor 72.000 Jahren her Sie nutzten das Feuer gezielt, um damit Steinwerkzeuge herzustellen – und das viel früher als bislang angenommen. Wissenschaftler haben in einer Höhle in Südafrika Belege dafür gefunden, dass Menschen Feuer schon vor 72.000 Jahren systematisch einsetzten.
Weiter… |
| n-tv |
Quelle: n-tv 26.07.2009 13:20
Aus Nordsee gefischt: Knochen von Urmensch entdeckt Einem niederländischen Muschelfischer ist ein sensationeller Fang ins Netz gegangen: ein 40.000 Jahre altes Stirnbein eines Urmenschen.Weiter… |
| Welt Online |
Quelle: Welt Online 13.05.2009 19:00
Venus von Hohle Fels: Forscher finden älteste Menschenfigur der Welt Es ist ein Sensationsfund: Tübinger Wissenschaftler haben im Alb-Donau-Kreis die mutmaßlich älteste bislang bekannte Menschenfigur der Welt gefunden. Die aus Elfenbein-Mammut geschnitzte Frau mit überdimensionierten Brüsten und einer stark vergrößerten Vulva stammt aus der Eiszeit.
Weiter… |
| Antike | |
| Spiegel Online |
Quelle: Spiegel Online 08.09.2009 16:05
Ausgrabungen in Bramsche: Neue Hinweise auf Varusschlacht gefunden Weiter… |
| Spiegel Online |
Quelle: Spiegel Online 02.09.2009 12:50
Mumienforschung: Der letzte Schrei
|
| Spiegel Online | Quelle: Spiegel Online 29.08.2009 17:53 Antike Schriften: Jäger des verlorenen Wissens Weiter… |
| Spiegel Online |
Quelle: Spiegel Online 27.08.2009 13:46
Fund im Römerlager: Archäologen präsentieren lebensgroßen Pferdekopf
|
| Spiegel Online |
Quelle: Spiegel Online 24.08.2009 15:17
Ausgrabung bei Gießen: Goldener Pferdekopf aus Römerzeit entdeckt Weiter… |
| Welt Online |
Quelle: Welt Online 10.08.2009 10:25
Chicago: Ägyptische Statue sieht aus wie Michael Jackson Hat er etwa doch schon mal gelebt? Eine 3000 Jahre alte ägyptische Statue sorgt bei Michael-Jackson-Fans für Aufsehen. Die Kalkstein-Büste einer unbekannten Frau im Field Museum von Chicago hat eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem vor kurzem verstorbenen Pop-Star. |
| Spiegel Online |
Quelle: Spiegel Online 31.07.2009 08:25
Luftbild-Archäologie: Schon durch Ur-Venedig zog sich ein Canal Grande Italienische Forscher haben die Struktur von Venedigs Vorgängerstadt Altinum enthüllt. Mit Luftaufnahmen konnten sie ein detailliertes Bild der Stadt zeichnen, deren Überbleibsel heute allesamt im Boden nördlich der Lagune verborgen liegen.
Weiter… |
| Mittelalter | |
| Süddeutsche |
Quelle: Südddeutsche.de 03.09.2009 17:12
Mythos Mittelalter: Das Ende der Finsternis
Das Mittelalter gilt vielen als Zeitalter voll dumpfer Religiosität und irrationalem Aberglauben. Doch Historiker widerlegen den Mythos vom düsteren Zeitalter. |
| Welt Online |
Quelle: Welt Online 29.08.2009 22:01
Magdeburger Dom: So wurden die deutschen Kirchen heller Ein Brand sorgte für den Epochenwechsel: Vor 800 Jahren begannen die Bauarbeiten am Magdeburger Dom. Eine Ausstellung erinnert jetzt an seine Gründung und zeigt, dass hier erstmals französische Einflüsse auf ein deutsches Kirchenbauwerk wirkten. Einfacher formuliert: Es wurde heller.
Weiter… |
| Spiegel Online |
Quelle: Spiegel Online 19.08.2009 12:20
Wormser Dom: Historiker entreißen den Steinen ihr Geheimnis 900 Jahre nach seiner Entstehung enthüllt der Wormser Dom seine Geheimnis: Anhand der Baustruktur konnten Wissenschaftler nun seine Entstehungsgeschichte rekonstruieren. Offenbar wurde das imposante mittelalterliche Bauwerk aufgrund eines Vater-Sohn-Konfliktes gebaut.
Weiter… |
| Renaissance / Frühe Neuzeit | |
| FAZ NET |
Quelle: FAZ NET 06.09.2009 12:40
New York vor 400 Jahren: Die Biber vom Times Square Wären keine Wolkenkratzer aus dem Boden gewachsen, wäre Manhattan zum Kronjuwel der amerikanischen Nationalparks geworden – behauptet eine Ausstellung in New York. Und wagt einen Blick auf die nächsten 400 Jahre, in denen die Großstadt ums Überleben kämpfen muss.Weiter… |
| Welt Online |
Quelle: Welt Online 07.08.2009 14:53
Michelangelos Meisterwerk: Der Vatikan verhüllt weiterhin Petrus’ Penis Im 16. Jahrhundert schuf Michelangelo in der Cappella Paolina mit dem Fresko „Kreuzigung des Heiligen Petrus“ ein Meisterwerk. Kurz darauf ließ der Vatikan eine anstößige Stelle „korrigieren“. Auch eine jetzt erfolgte Restauration ändert daran nichts. Petrus’ Geschlechtsteil bleibt verhüllt.
Weiter… |
| n-tv |
Quelle: n-tv 11.07.2009 15:45
Kopernikus-Knochen analysiert: Astronom hatte helle Augen Eine genetische Analyse der sterblichen Überreste von Kopernikus hat ergeben, dass der berühmte Astronom vermutlich blaue oder graue Augen hatte. Menschen ähnlichen genetischen Zuschnitts leben z.B. in Rostock.Weiter… |
| Welt Online |
Quelle: Welt Online 15.06.2009 10:39
Da Vinci: So sah Leonardos „Mona Lisa“ nackt aus Mochte es das Jahrtausendgenie etwa auch erotisch? Im Geburtsort Leonardo da Vincis hängt die „Mona Lisa“ in einer unbekannteren, dafür offenherzigeren Version. Auch wenn nicht zweifelsfrei bewiesen ist, dass sie wirklich von Leonardo stammt, gleicht sie doch verblüffend der prominenten „Gioconda“ in Öl.
Weiter… |
| Ausstellungen | |
| Welt Online |
Quelle: Welt Online 10.07.2009 15:10
Ausstellung: Aufklärung zum Geburtstag – Leipzig feiert sich Wenn die Universität der Stadt Leipzig 600 Jahre alt wird, ist es Zeit für eine große Ausstellung – und für Aufklärung. Unter 700 Exponaten sind die besten Erfindungen. Wer den elektrischen Kuss leid ist, gibt sich dem Anblick prachtvoller Damenroben oder gruseliger Amputationsbestecke hin.
Weiter… |
| Welt Online |
Quelle: Welt Online 09.07.2009 12:06
Ausstellung : Das Humboldt-Forum als Museums-Revolution? Eine Ausstellung zeigt erstmals, was im neuen Berliner Schloss zu sehen sein wird: Hinter braocken Kulissen soll |
| Welt Online |
Quelle: Welt Online 14.06.2009 09:00
Schau in Dresden: In der Antike wurden Götter zu Menschen Es ist nicht weniger als eine Sensation: Die Ausstelllung „Verwandelte Götter“ im Japanischen Palais in Dresden zeigt 18 Antiken aus dem Prado in Madrid sowie 46 Werke aus der eigenen Sammlung. Entstanden ist eine archäologische Spurensuche, wie man sie lange nicht mehr gesehen hat.
Weiter… |
| Sonstiges | |
| n-tv | Quelle: n-tv 08.09.2009 14:00
Tötungen sind illegal und strafbar: Keine Angst vor Wölfen
|
| n-tv |
Quelle: n-tv 07.09.2009 13:21
1,5 Kilogramm und 82 Zentimeter: Neue Riesenrattenart im Vulkan Forscher haben im Dschungel von Papua-Neuguinea eine neue Art von Riesenratte entdeckt. Das Tier kommt von der Nase bis zum Schwanz auf eine Länge von 82 Zentimetern.Weiter… |
Dann bis zum Sonntag



Einem niederländischen Muschelfischer ist ein sensationeller Fang ins Netz gegangen: ein 40.000 Jahre altes Stirnbein eines Urmenschen.
Wären keine Wolkenkratzer aus dem Boden gewachsen, wäre Manhattan zum Kronjuwel der amerikanischen Nationalparks geworden – behauptet eine Ausstellung in New York. Und wagt einen Blick auf die nächsten 400 Jahre, in denen die Großstadt ums Überleben kämpfen muss.
Eine genetische Analyse der sterblichen Überreste von Kopernikus hat ergeben, dass der berühmte Astronom vermutlich blaue oder graue Augen hatte. Menschen ähnlichen genetischen Zuschnitts leben z.B. in Rostock.
Die in Deutschland wiederangesiedelten Wölfe müssen nach Ansicht des NABU Deutschland auch künftig konsequent geschützt werden.
Forscher haben im Dschungel von Papua-Neuguinea eine neue Art von Riesenratte entdeckt. Das Tier kommt von der Nase bis zum Schwanz auf eine Länge von 82 Zentimetern.